Am Abtskücher Teich in Heiligenhaus ist am Mittwoch, 12. August, ein auffallend starker Rückgang des Wasserspiegels festgestellt worden. Verantwortlich für den Teich ist der Bergisch-Rheinische Wasserband (BRW), der das Problem noch am selben Tag eingrenzen konnte.
Da derzeit extreme Trockenheit herrscht, führen alle zulaufenden Gewässer ohnehin nur sehr wenig Wasser. Hinzu kommt, dass die hohen Temperaturen der vergangenen Tage eine sehr hohe Verdunstungsrate von der Teichoberfläche zur Folge haben. Diese beiden Faktoren allein erklärten den beobachteten Wasserverlust jedoch nicht in vollem Umfang.
Die Mitarbeitenden des BRW-Betriebshofes haben unmittelbar nach der Meldung eine Begehung des Teiches durchgeführt und dabei die Ursache ermittelt: Eine in der Böschung liegende Verrohrung, die bei starken Regenfällen Hochwasser aus dem Teich ableiten soll, ist undicht geworden und hat dadurch zu weiteren Wasserverlusten geführt.
Das Team des BRW konnte die schadhafte Stelle inzwischen im Mönchbauwerk, dem Ablaufbauwerk des Teiches, – dort, wo die Verrohrung endet – zunächst provisorisch verschließen. Der Teich verliert über diese Rohrleitung derzeit somit kein Wasser mehr.
Das Team des BRW arbeitet derzeit mit Hochdruck an weiteren Maßnahmen, um die Verrohrung dauerhaft zu sichern.
Hintergrund:
Das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Abtskücher Teich entsprach in seinem vorherigen Zustand nicht mehr den anerkannten Regeln der Technik und wird derzeit umfassend saniert. Der BRW erneuert dazu technische Bauteile, saniert und erhöht teilweise den Absperrdamm und vergrößert deutlich das Stauvolumen. Ziele sind die nach EU-Wasserrahmenrichtlinie geforderte ökologische Durchgängigkeit des Rinderbachs, die Ertüchtigung des HRB für künftige Anforderungen sowie die Aufwertung der Naherholung und des Lebensraums für Pflanzen und Tiere am Teich.
An der ehemaligen Mündung des Rinderbachs entstehen ein breiter Schilfgürtel und eine vorgelagerte Insel als Lebensraum für Wasservögel und heimische Arten. Für Spaziergänger bleiben dank gezielter „Sichtlücken“ in den Neuanpflanzungen Ausblicke auf den Teich erhalten.
Die Sanierung erfolgt schrittweise in mehreren Teilprojekten; die Fertigstellung ist für 2027 geplant. Für Rohrverlegearbeiten unter dem Wanderweg senkt der BRW den Wasserspiegel dauerhaft um einen Meter ab, wodurch zusätzliches Stauvolumen für Starkregenereignisse entsteht.
