Die Stadt Heiligenhaus beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“ am 22. Juni 2026. Gemeinsam mit Städten, Gemeinden und Landkreisen in ganz Deutschland macht sie auf die dramatische Finanzlage der Kommunen aufmerksam und fordert von Bund und Ländern entschlossenes Handeln.
Die finanzielle Situation vieler Kommunen hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Allein im vergangenen Jahr verzeichneten die Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland ein Finanzierungsdefizit von mehr als 30 Milliarden Euro. Gleichzeitig steigen die gesetzlichen Pflichtaufgaben und damit die Ausgaben der Kommunen kontinuierlich an. Die Finanzierung durch Bund und Länder hält mit dieser Entwicklung jedoch nicht Schritt.
Die Folgen sind unmittelbar vor Ort spürbar: Immer weniger finanzielle Mittel stehen für freiwillige Leistungen und Investitionen zur Verfügung. Angebote in den Bereichen Kultur, Sport, Freizeit und Jugendarbeit geraten zunehmend unter Druck. Auch notwendige Investitionen in Schulen, Straßen, öffentliche Einrichtungen und die kommunale Infrastruktur werden immer schwieriger.
Mit der Teilnahme an der Aktion „Kommunen am Limit“ setzt Heiligenhaus ein deutliches Zeichen und fordert eine nachhaltige Verbesserung der kommunalen Finanzausstattung. Dazu gehören die kurzfristige Entlastung der Kommunen sowie strukturelle Reformen, insbesondere eine vollständige Finanzierung der Aufgaben, die Bund und Länder auf die kommunale Ebene übertragen.
Denn eines ist klar: Wer starke Kommunen will, muss sie auch angemessen finanzieren.
